Extrémités lointaines

8-kanalige elektroakustische Komposition / Auftrag des Französischen Kulturministeriums und INA-GRM / Studio : GRM Paris /
1998 / Dauer: 16:24 min / Francis Dhomont gewidmet /

Uraufführung in seiner 8-kanaligen Originalversion am 23. Februar 1998 innerhalb des "Cycle Acousmatique Son-Mu" vom GRM /

Finalist beim Internationalen Wettbewerb für elektroakustische Musik in Bourges (Frankreich, 1998) und

Extrémités lointaines verarbeitet Aufnahmen, die auf einer vierwöchigen, vom Goethe-Institut organisierten Konzertreise durch Asien im Sommer 1997 entstanden. In Singapur, Indonesien, Philippinen und Thailand nahm ich sowohl die Klänge der Großstädte, als auch die Musik der Kirchen und Tempel, Straßenmusik und Kindergesang auf. Diese entfernte Klangwelt, die sich mir während des Aufenthaltes in kleinen Episoden erschloß, bleibt dennoch fremd und unerschöpflich.

Seit mehreren Jahre suche ich nach Möglichkeiten der Integration vokaler und instrumentaler Klänge in meine elektroakustischen Kompositionen. Diese Klangquellen sind immer an ihren kulturellen Kontext und ihre originale Klangumgebung gebunden.

In extrémités lointaines bleibt diese Bindung besonders stark hör- und erfahrbar, auch wenn ich mich in der Komposition an verschiedene Orte begebe und durch mehrere Länder reise. Die Komposition gliedert sich in 15 Teile, die unterschiedliche Orte und Atmosphären beschreiben. Die unwahrscheinliche Intensität der Eindrücke, die auf mich einstürmten, "übersetzte" ich in eine sehr dichte kompositorische Struktur.