Hans Tutschku

Eikasia


8-kanalige elektronische Komposition
Jahr: 1999
Dauer: 12:15 min
Studio: Klang Projekte Weimar
Michael von Hintzenstern gewidmet
Uraufführung: 18. 09. 1999 , Festival of electronic music Lucerne (Switzerland)
erschienen auf CD migration

neue Stereo-Version 2007


Eikasia - Repräsentation - Modell - Abbild - Vergleich - Mutmaßung.

Diese Komposition ist meine erste Arbeit mit physical modeling. In all meinen vorangegangenen elektroakustischen Stücken wurden immer existierende Klangquellen weiterverarbeitet. Mit Eikasia unternehme ich den Versuch, eine vergleichbare Klangkomplexität mit reiner Synthese zu erreichen, wie wir sie auch von akustischen Objekten kennen. Am Anfang der Arbeit stand die Formalisation existierender Metall- und Saitenklänge mittels physikalischer Repräsentationen im Computer. Während der Realisation verglich ich die Syntheseklänge mit der Objektivität der realen Ausgangsklänge und schuf schließlich eine breite klingende Skala: von Abstraktion bis zur realistischen Abbildung der Originale. Die Zeitstukturierung der Formteile resultiert aus den Klängen selbst, sie ist sozusagen während des Arbeitsprozesses gewachsen. Alle Klänge wurden mit dem Programm Modalys vom IRCAM realisiert.


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